»Sprungkraft und Balance beim Hüpfen ist eine motorische Vorläufertätigkeit für ruhiges Stehen und Sitzen.
In Großmutters Kindheit gab es viele Arten von Hüpfspielen, die einen breiten Raum einnahmen. Sie fanden tagtäglich vor unseren Haustüren, auf Gehwegen und in engen Hinterhöfen statt. Solche Hüpfspiele fördern die Impulskontrolle und visumotorische Koordination.
Hüpfen ist bei hypotonen Kindern nicht beliebt. Sie federn nicht mit den Füßen ab und springen nur wenige Zentimeter hoch. Nach einigen Sprüngen sind sie erschöpft und wollen ausruhen. Elastizität und Rhythmusgefühl sind nicht vorhanden. Diese Kinder brauchen zum Hüpfen Anreize. Die beste Unterstützung bieten elastische Trampoline. Ihre Anschaffung ist für Kinder mit Muskelhypotonie unerlässlich, denn wenn die Muskelkraft und Stabilität beim Springen vermisst wird, fehlt sie auch zum ausdauernden Sitzen, Stehen, Gehen, Balancieren und Laufen.
HOCHELASTISCHE TRAMPOLINE SIND DIE BESTE UNTERSTÜTZUNG
Trampoline vermitteln Sprungkraft, das Gefühl für federndes Hüpfen und verbessert die Balance. Tägliches zehn- bis zwanzigminütiges Hüpfen auf einem Trampolin vermindert die muskuläre Hypotonie bei Kindern im Vorschul- und Schulalter erheblich. Mit einem elastischen Trampolin können nach der Erfahrung von Motopäden und Therapeuten hypotone Körperhaltungen korrigiert werden.
Das Trampolinspringen weckt aber nicht nur die muskulären, sondern auch die vitalen Kräfte. Trampolin springen bedeutet tägliche Vitalitätszufuhr nicht nur für Menschen mit Handicaps. Vor dem frühstück, nach einem langen Schulvormittag, zwischendurch bei den Hausaufgaben sorgt Hüpfen für Wachheit und Spannkraft. Für die ganze Familie ist ein gutes Trampolin ein schönes Geschenk!
Die Qualität eines Trampolins ist abhängig von der Spannung und Nachgiebigkeit des Sprungtuches. Bei der Aufhängung der Sprungfläche an Gummischnüren ist die Elastizität gewährleistet. Weich abfedernde Trampoline schonen die Gelenke und stimulieren den Muskeltonus.
Trampoline mit Stahlfedern und hart gespannter Sprungfläche sind zur Verbesserung der Sprungkraft bei Muskelhypotonie ungeeignet. Mit ihrem geringen Körpergewicht erreichen die Kinder zu wenig Schwingung beim Hüpfen.«
Quelle: S.171-202 in "Chancen für Kinder mit Muskelhypotonie und Entwicklungsverzögerung" von Ergotherapeutin Christiane Seiler