Osteoporoseprävention auf dem hochelastischen bellicon®

Dr. Joachim Schulz 21.03.2006

In dieser Untersuchung zur Krankheitsprävention wird gezeigt, wie sich regelmäßiges Schwingen auf dem hochelastischen bellicon® Trampolin bei osteoporosegefährdeten Personen auswirkt auf die Knochendichte und auf die Folgen der Osteoporose, nämlich das Risiko von Frakturen. Nebenbefundlich wurden die Auswirkungen auf die cardiopulmonale Leistungsfähigkeit untersucht.

Einbezogen wurden Männer und Frauen im Alter von 55 bis 75 Jahren, bei denen eine Verminderung der Knochendichte nachgewiesen war. Vorbestehende Medikation mit Einfluß auf den Knochenstoffwechsel wie Bisphosphonate wurden vor Beginn der Studie abgesetzt, Calciumpräparate und Vitamin-D wurden belassen.

Regelmäßiges Schwingen auf dem bellicon® stoppt den Knochenabbau

Die Knochendichte wurde mittels CT im Bereich der Lendenwirbel und des Schenkelhalses gemessen. Diese Messung wurde vor Studienbeginn und nach Studienende durchgeführt und die Messwerte verglichen. Die cardiopulmonale Leistungsfähigkeit wurde mittels Ergometrie zu Beginn und Ende der Studie ermittelt. Untersuchungen zum Gleichgewichtsgefühl der Probanden wurden mittels neurologischer Basiserhebungen (FNV, Unterberger) sowie mittels Fragebogen erhoben. Allgemeines Befinden sowie Schmerzempfinden insbesondere vertebragen und arthrogen wurden mittels Fragebogen und offener Frage-Antwort-Anamnese skaliert.

Methode: Jeder Proband erhielt ein hochelastisches Trampolin (Produkt: „bellicon“, bellicon Deutschland GmbH) zu sich nach Hause. Nach einer gemeinsamen Einführung in das korrekte Schwingen auf dem Trampolin hatte jeder Teilnehmer täglich 3 x 10 Minuten auf dem Trampolin zu schwingen, was er selbst dokumentierte. Die Trampoline waren zu Beginn mit Handläufen zur Sicherheit versehen, die bereits nach wenigen Übungstagen nicht mehr benötigt wurden. Die Dauer der Studie betrug 12 Wochen.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Die Knochendichte war am Ende der Studie nicht zurückgegangen, obwohl einzelne Probanden ihre Medikation mit Bisphosphonaten abgesetzt hatten.
  • Das Gleichgewichtsgefühl hatte sich bei allen Teilnehmern wesentlich verbessert.
  • Die körperliche Leistungsfähigkeit hatte sich ebenfalls (je nach Trainingszustand zu Beginn der Studie) deutlich verbessert.
  • Bei vorbestehender arthrogener und vertebragener Schmerzsymptomatik kam es zu Schmerzreduktion. 


Einzelbeobachtungen ergänzten die positiven Wirkungen der Übungen auf dem Trampolin. In einem Fall kam es zum Sistieren einer Urgeinkontinenz. In einem anderen Fall hatte sich die Kollateralbandführung eines Kniegelenks gefestigt. In mehreren Fällen hatte sich die Neigung zu Lymphödemen im Unterschenkelbereich, aber auch in den Händen, wesentlich gebessert. 

Fazit:

Das Schwingen auf dem hochelastischen Trampolin ist geeignet, der Verminderung der Knochendichte vorzubeugen. Folgen der Osteoporose wie häufigeren Frakturen kann durch die Verbesserung des Gleichgewichtsgefühls und der dadurch verminderten Sturzneigung ebenfalls vorgebeugt werden. Übungen auf dem Trampolin führen zur Schmerzreduktion und zu einer Stärkung des cardiopulmonalen Systems. Eine Einführung in die Kurortmedizin insbesondere zur Osteoporoseprophylaxe ist zu empfehlen.

Dr. Joachim Schulz, Bad Malente
Facharzt für Allgemeinmedizin
Naturheilverfahren
Stellv. Vorsitzender der Ärztegesellschaft für Präventionsmedizin und klassische Naturheilverfahren – Kneipp-Ärzte-Bund

Beitrag teilen