Bleiben Sie im Lot mit dem Minitrampolin!

Die Säule, März 2017, S. 20-24 01.03.2017
Zeitschrift « Die Säule »

Damit das Körpersystem „im Lot“ bleibt, muss es sich permanent den unterschiedlichsten Situationen anpassen, um leistungsfähig zu bleiben. Eine große Rolle bei der Regulierung und Optimierung von Haltung und Bewegung spielt die Schwerkraft. Das bellicon Minitrampolin bietet ein Schwerkraftwechseltraining mit exakter Dosierbarkeit der Belastung für die Förderung verschiedenster sportlicher und therapeutischer Ziele.

Wie man mit der Schwerkraft spielerisch umgehen kann, lernen wir schon als Kind: Hüpfen, Springen, Balancieren, Rutschen und Karussellfahren machen Freude, weil alle unsere Sinne zeitgleich ein Feuerwerk an Stimulation erfahren.

Gerade beim Springen auf einer Matratze oder einem Trampolin erlebt unser Körper ein eindrucksvolles Wechselbad von Spannung und Entspannung. Während wir liegen, sitzen oder stehen, wirkt die normale Schwerkraft von nur einem g auf unseren Körper. Springt man kräftig auf einem bellicon Minitrampolin, können beim Abbremsen auf der Sprungmatte kontinuierlich zunehmend bis zu 4 g auf unseren Körper wirken.

Unsere gesamte Muskulatur reagiert auf diese erhöhten Kräfte, indem sie sich während der Eintauchphase in die Sprungmatte kräftig anspannt. Dies betrift auch diejenigen Muskeln, die subjektiv gerade keine Arbeit zu verrichten haben (z. B. Stütz- und Stabilitätsfunktion). m Hochpunkt der Schwingung, wenn sich alle Beschleunigungskräfte aufheben, ist der Körper dagegen für einen Moment quasi schwerelos und fast alle Muskeln entspannen sich völlig. 

Durch das Schwingen auf dem Minitrampolin wirken die wechselnden Gravitationskräfte auf den ganzen Körper, jede einzelne Zelle wird gleichzeitig angesprochen und deren Stofwechsel beschleunigt.

Diesen Effekt können wir uns im Training und in der Therapie zunutze machen. Die hochelastische Seilringtechnologie des bellicon Minitrampolins (in fünf unterschiedlichen Spannungsstärken) erlaubt eine exakte Dosierbarkeit der Belastung.

Im Lot zu bleiben und die Balance zu halten, verdanken wir vor allem einer starken und elastischen Rumpfmuskulatur. Ein isoliertes Training von Bauch- und Rückenmuskulatur kann in einigen wenigen Fällen indiziert sein, ist in der Mehrzahl der Fälle aber nicht zielführend. Durch den dynamischen Schwerkraftwechsel beim Schwingen und Springen werden reaktiv die haltungsstabilisierenden Muskelsysteme zeitgleich innerviert und somit adäquat trainiert.

Therapier auf dem bellicon Minitrampolin

Einsatzbereiche des Minitrampolins

Rückenschmerzpatienten beginnen mit einem sehr weichen Schwingen, ca. drei bis fünf Minuten in aufrechter Körperhaltung. Dieses weiche Schwingen ist weniger belastend als Treppensteigen. Durch den Wechsel von Druck und Zug wird die Muskulatur besser durchblutet und erhält mehr Sauerstof. Diese Energie benötigt sie, um überhaupt entspannen zu können. Entspannung ist auf zellulärer Ebene ein aktiver biochemischer Vorgang und benötigt Energie. Fehlt diese Energie, treten Muskelkrämpfe auf – ein schmerzhaftes Warnsignal. Die regelmäßige Bewegung auf dem bellicon beugt Muskelatrophien und bewegungsmangelbedingten Erkrankungen vor.

Der Chiropraktiker Dr. Werner Michael Heller erklärt: „In einer Fallstudie mit Patienten, die unter chronischen Rückenbeschwerden litten, konnte gezeigt werden, dass das regelmäßige Training auf dem bellicon Trampolin eine deutliche Erleichterung der alltäglichen Aktivitäten bewirkte und sich die Angst vor der Bewegungswiederaufnahme stark reduzierte“.

Weitere Einsatzgebiete des bellicons sind der Rehabilitationsbereich und die Physiotherapie, z. B. zur Wiedererlangung der Spielfähigkeit eines Tennisspielers nach einer Kreuzband-OP. Das Kniegelenk steht vor allem in der Abbremsphase, im Trefpunkt des Balles, unter enormen Scherkräften. Bei dieser exzentrischen Muskelaktivität werden vor allem der Ms. quadriceps femoris und die rotatorisch stabilisierenden ischiocruralen Muskelgruppen herausgefordert, die Gelenklächen der Tibea und des Femur in der Kongruenz zu stabilisieren. Dieses Zusammenwirken der unterschiedlichen Muskelgruppen muss nach einer Operation wieder sehr vorsichtig dosiert, aber immer funktionell aktiviert und belastbarer werden.

Rückhandvolley auf dem bellicon, Ausgangsstellung

Rückhandvolley, Ausgangsstellung

Rückhandvolley auf dem bellicon, Endstellung

Rückhandvolley, Endstellung

Auf den Bildern sieht man einen tennisspeziischen Bewegungsablauf mit der entsprechenden Gewichtsverlagerung beim simulierten Trefpunkt des Balles. Gut zu erkennen: der „Bremsweg“ des rechten Beines mit der exzentrischen Muskelaktivität. Bedingt durch den stabilen Untergrund existiert dieser Bremsweg auf dem Tennisplatz nicht. Auf dem Trampolin wird durch die Weichheit der Seilringe ein Teil der Kraft auf die dynamische Sprungmatte übertragen und sorgt für einen verlangsamten Abbremsvorgang. Dadurch bleibt der Muskulatur mehr Zeit, das Gelenk zu stabilisieren. Mit fortschreitender Trainingsdauer adaptiert das Gelenk schonend die zunehmende Belastung, bis hin zur Wiederherstellung der vollen Belastbarkeit.

„Im Lot bleiben“ und „Balance halten“ bedeutet auch Stabilität und Mitte. Die hochkomplexe Wirkung des dynamischen Schwerkraftwechsels auf Körper, Geist, Seele und Wohlbefinden – vereint in einem einzigen Gerät – machen das bellicon Minitrampolin in vielseitigen Einsatzgebieten für unterschiedlichste Zielgruppen zu einem Allrounder unter den Therapiegeräten.

Anmerkung: Artikel ist gekürzt.

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