Neue Lebensfreude für den Rücken auf die sanfte Art

Magazin Rücken 1/2014, Seiten 70-71 24.03.2014
Online Zeitschrift Rücken Schmerzfrei - Schoön & Stark

Springen, Federn, Schwingen

Ja, ein Minitrampolin ist gut für den Rücken und Gelenke! Sogar Arthrose-Patienten dürfen es nutzen. Wer hätte das gedacht! Wobei, bei Arthrose jumpt man nicht mehr wild wie in einer Hüpfburg, sondern man schwingt auf der Sprungfläche. Ist der Körper dann aufgewärmt und sensibilisiert, darf man auch sanft federn. Wer „nur“ Rückenschmerzen hat, der kann sich natürlich viel stärker einbringen. Grundsätzlich garantiert eine gut dosierte Matteneindringtiefe einen sanften und langen Bremsweg. Mini-Trampoline machen Freude an der Bewegung. Viele nutzen ein Mini-Trampolin auch beim Physiotherapeuten bewusst mit Musik.

Und das Knie? Der Kreislauf?

Kein Problem, wenn die Sprungmatte weich abgefedert ist. Darum geht es uns ja. Aktivierung der Tiefenmuskulatur auf die sanfte Art. Zehntausendfach erprobt! Billig-Trampoline taugen dazu natürlich nicht. Was wir brauchen, sind hochelastische, gut abgestimmte Halteseile. Dann antwortet unser Körper schon nach kurzer Zeit mit gestärkter Rückenmuskulatur. Wer leichte Probleme mit dem Kreislauf hat, beginnt seine Übungen mit einem Partner, der neben dem kleinen Trampolin steht und ihm die Hand reicht.

Und die Bandscheiben?

Der Körper kann viel, viel mehr, als wir oft erwarten. Bandscheiben-Patienten können eine Woche nach der OP durchaus auf einem Mini-Trampolin trainieren. Hochelastische Trampoline belasten zudem den Rücken erheblich weniger als zum Beispiel das Joggen. Und: verkümmerte Muskeln helfen einer operierten Bandscheibe überhaupt nicht weiter. Meist waren sie ja genau die Ursache der Operation! Stärkung der Rückenmuskulatur ist danach die Nr. 1 aller Maßnahmen. Die einzige Frage heißt, welche Methode wähle ich dazu?

Anstrengend?

Experten sagen: Überanstrengung ist hier nahezu unmöglich. Fünfzehn bis zwanzig Minuten tägliches Schwingen, nicht Springen, genügen bereits.

Schwingen – Federn – Springen

Das Auf- und Ab des Körpers sorgt für ständige An- und Entspannung. Damit erzielen wir eine zweifache Wirkung: Zum einen wird die Muskulatur trainiert. Zum anderen erreichen wir einen Massageeffekt. Der anhaltende Schwerkraftwechsel lockert verspannte Muskeln. Eine Wohltat.

Was noch passiert? Wir gewinnen eine tiefere Atmung und die Verbesserung der Koordination. Letzteres, weil wir ständig die Balance halten müssen. Denn eines versteht auch jeder Nichtsportler: Wenn der gesamte Organismus schwingt, dann erreichen wir auch vielfältige Wirkungen, nach denen sich unser Körper oft jahrelang gesehnt hat, weil er doch genau dafür „erfunden“ wurde.

Tipp:

Bevorzugen Sie seilgefederte Minitrampoline. Spiralgefederte Geräte sind oft viel zu hart. Die Aktion Gesunder Rücken e.V. hat zum Beispiel das Mini-Trampolin bellicon® mit dem AGR-Siegel ausgezeichnet. Das ist kein Spaß-Trampolin, sondern ein ganz bewusst nach medizinischen Grundsätzen entwickeltes Gerät. An diesem Maßstab sollten Sie sich orientieren.

Die Belohnung:

  • Stärkung der Rückenmuskulatur
  • Stärkung des Bindegewebes
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Verbesserung des Gleichgewichtgefühls
  • Pumpwirkung in der Beinmuskulatur fördert die Lymphdrainage
  • Stoffwechselanregung
  • Prävention gegen Osteoporose


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