Spring vor Freude

Myself, Februar 2018, Seite 110 15.01.2018
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Mehr Sport im neuen Jahr? Mit einem Trampolin könnte aus diesem Vorsatz ein neues Hobby werden

Nach einem anstrengenden Tag noch eine Runde im Park drehen? Gute Idee, wäre da nicht die innere Stimme, die gerade im Winter nörgelt: Zu kalt. Zu nass. Zu anstrengend. Um einiges verheißungsvoller – selbst für Netflix-Athleten: eine Session auf dem Trampolin. Nein, nicht auf einem dieser gigantischen Teile, mit denen Deutschlands Vorgärten gepflastert sind. Sondern auf einem Fitness-Trampolin für zu Hause, das einen Durchmesse von 90 bis 137 Zentimeter hat und damit in jede Wohnung passt.

Das Tolle: Schon nach dem ersten Sprung kommt Hüpfburg-Feeling auf, der Bauch kribbelt, man fühlt sich sofort in die Kindheit zurückkatapultiert. „Das Schwingen und Springen macht gute Laune. Man kann sich das so vorstellen: Werden die Nebennieren geschüttelt, produzieren sie jede Menge Glückshormone“, erklärt der Personal Coach Manuel Eckardt aus Hessen. Beziehungs-und Jobstress? Boing, boing, weg!

Das Rebounding – wie das rhythmische Auf und Ab im Fachjargon heißt – entspannt nicht nur, es soll eine der gelenkschonendsten Sportarten sein, die zudem alle Muskelgruppen trainiert und damit maximalen Fitnesserfolg verspricht. Dass Trampolinspringen effektiver ist als Laufen, fand die NASA schon in den 80er-Jahren heraus. Neueste Studien belegen jetzt sogar, dass die Sauerstoffaufnahme (auch in geschlossenen Räumen) bei einer Trampolin-Session doppelt so hoch ist wie beim Joggen. Und diesen Sauerstoff brauchen Zellen (z.B. Muskelfasern) dringend, um aktiv zu werden. Deshalb sei die Liste der positiven Auswirkungen auf den Körper auch so lang, erklärt Lucie Blaha, Trampolin-Expertin und Präventologin.

Bereits zehn Minuten täglich sollen nachhaltig den Fettstoffwechsel ankurbeln, das Bindegewebe straffen, Muskeln aufbauen, die Ausdauer verbessern sowie den Blutdruck und Insulinspiegel senken. Wie bei anderen Sportarten auch, sanft anfangen und sich nach und nach steigern. Wer einen Bandscheibenvorfall hat oder stark übergewichtig ist, schwingt lieber, statt zu springen. Die Füße bleiben dabei auf der Matte, trotzdem seien so bis zu 120 Schwingungen pro Minute drin.

Fortgeschrittenen ist keine Grenze gesetzt. Was man bei jedem Trampolin-Workout beachten sollte ist die richtige Körperhaltung. Um keine einseitigen Belastungen zu riskieren, empfiehlt Lucie Blaha: Hüftbreit stehen, Rücken und Kopf gerade halten, Schulterblätter nach unten ziehen, Bauch anspannen, Becken leicht nach hinten kippen, ohne ins Hohlkreuz zu fallen, und die Knie sanft beugen. Und dann: hüpf, hüpf, hurra!

Der Trampolin-TÜV
Worauf man beim Kauf achten sollte

  • Gestell: Sollte aus Edelstahl sein, das ist am stabilsten. Sechs Beine sind Pflicht, ob zum Anschrauben oder Ausklappen ist Geschmackssache.
  • Federung: Stahlfedern sind härter, Gummizüge sanfter. Wer schonend trainieren möchte, wählt letztere. Für beides gilt: Sie sollten auf das jeweilige Gewicht eingestellt sein, sonst schwingt man durch.
  • Verschleißteile: Sollten die Federungen und das Sprungtuch auswechselbar sein, damit man im Falle einer Abnutzung kein neues Trampolin kaufen muss.
Ein bellicon Classic mit grauer Matte und silbernen Seilringen
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