Bluthochdruck: Wie ein gesunder Lebensstil das Risiko senkt

22.05.2015

Man nennt ihn auch den stillen Tod. 30 Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck, viele Betroffene wissen nicht von ihrer Krankheit. Ein erhöhter Blutdruck weist zunächst keine Symptome auf, es ist also wichtig, regelmäßig beim Arzt seine Werte kontrollieren zu lassen. Hypertonie ist der Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein gesunder Lebensstil und regelmäßige Bewegung können einer Erkrankung vorbeugen.

Was ist Bluthochdruck?

Bluthochdruck ist eine Erkrankung des Gefäßsystems, bei dem das Blut dauerhaft erhöhten Druck auf die Gefäße ausübt. Bei jedem Herzschlag pumpt das Herz Blut in die Blutgefäße, um das Gewebe und die Organe zu versorgen. In den Gefäßen muss dafür Druck vorherrschen, das ist der Blutdruck. Die Maßeinheit des Blutdrucks ist mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Ein gesunder Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg (sprich: 120 zu 80). Hypertonie beginnt bei permanenten Werten ab 140/90 mmHg. Mediziner unterscheiden zwei Formen der Hypertonie:

Arterielle Hypertonie
Knapp 90% aller Bluthochdruck-Patienten leiden an der arteriellen oder primären Hypertonie. Durch einen dauerhaft erhöhten Bluthochdruck, kommt es zu einer Erkrankung des Gefäßsystems. Die genauen Ursachen sind noch unklar.

Sekundäre Hypertonie
Bei etwa 10% der Betroffenen tritt der Bluthochdruck als Folge einer anderen Erkrankung auf, z.B. bei einer Nierenerkrankung oder Gefäßerkrankungen. Durch eine Behandlung dieser organischen Krankheiten, kann der Bluthochdruck gesenkt werden.

Folgen von Hypertonie

Durch den erhöhten Druck auf die Blutgefäße, wird die empfindliche Haut der Schlagadern (Endothel), geschädigt. Dies fördert Atherosklerose, eine Verengung der Arterien, bei der es zur Einschränkung oder Unterbrechung des Blutflusses kommen kann, ein möglicher Auslöser für Infarkte.

Demenz: Zwar ist Demenz durch Bluthochdruck nicht belegt, kann jedoch durch diesen begünstigt werden. Bluthochdruck schädigt durch eine mangelhafte Durchblutung Organe wie die Nieren und das Gehirn.

Augen: Die Schäden an den kleinen Gefäßen im Auge können zu Sehbehinderungen und sogar zur Erblindung führen. Auch der "Grüne Star" kann eine Folge von Bluthochdruck sein.

Herzinfarkt: Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor für einen Infarkt. Ein vollständiger Gefäßverschluss führt zu einem Herzinfarkt. Durch die ständige Belastung kann es auch zu einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen.

Grafische Abbildung zu den Folgen von HypertonieSchlaganfall/Hirninfarkt: Je höher der Blutdruck, desto höher das Schlaganfall-Risiko. Bluthochdruck verursacht Schäden an den Gefäßwänden und begünstigt die Gefäßverkalkung. Diese führt zu einem Schlaganfall.

Nieren: Nierenerkrankungen und Bluthochdruck hängen häufig zusammen. Durch den ständigen Druck auf die Nierengefäße kommt es zu einer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) und im Extremfall zum Nierenversagen.

Bluthochdruck vorbeugen und senken

Ein erhöhter Blutdruck kann auf natürliche Weise gesenkt und eine medikamentöse Behandlung vermieden werden. Bluthochdruck-Patienten nehmen häufig, oft ein Leben lang, bis zu drei verschiedene Wirkstoffe ein. Diese erzeugen oftmals Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen oder Allergien. Ein wirksames Mittel und vorbeugende Maßnahme ist und bleibt eine gesunde Lebensweise.

Gewicht und Bewegung: Als größter Risikofaktor für Bluthochdruck gilt das Übergewicht, an dem mehr als 50% der Deutschen leiden. Neben einer ausgewogenen und bewussten Ernährung kann das Training auf dem bellicon® Mini-Trampolin unterstützend zu einer gesunden Gewichtsreduzierung beitragen. Ein Workout fördert nicht nur den Muskelaufbau, auch die Ausdauer wird verbessert und die Fettverbrennung angekurbelt. Hypertonikern wird das Betreiben einer Sportart mit maßvoller Ausdauerbelastung empfohlen, somit eignet sich das Trampolin besonders. Das schwungvolle Training macht Spaß und bietet sich im Rahmen eines wirksamen Herz-Kreislauf-Trainings sehr gut an.

Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene und bewusste Ernährung wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und führt dauerhaft zu einer Reduzierung des Gewichtes. Der übermäßige Verzehr von Salz kann zu einer Verengung der Gefäße führen, eine salzreiche Ernährung sollte grundsätzlich vermieden werden. Eine vitamin- und ballaststoffreiche Kost beinhaltet ausreichend Gemüse, Salat, Obst und Kartoffeln. Weizenprodukte können durch Vollkorn ersetzt werden, Limonaden und andere süße Getränke durch Tee und Wasser. Der Konsum von Fleisch sollte in Maßen gehalten und eher Fischgerichte gewählt werden. Fettreiche Speisen und Fastfood sind aufgrund des hohen Gehaltes an Salz und Zucker zu vermeiden, da sie schnell zu Übergewicht führen.

Rauchen und Alkohol: Rauchen und der übermäßige Genuss von Alkohol lassen den Blutdruck ansteigen. Die vielen Kalorien im Alkohol begünstigen Übergewicht und wirken somit indirekt auf den Bluthochdruck. Durch den Konsum von Nikotin wird das Gefäßsystem direkt geschädigt, da es verengend auf die Gefäße wirkt. Rauchen fördert also das Risiko für Herzinfarkte, Arterienverkalkungen und Schlaganfälle.

Stress: Stress ist ebenfalls ein Faktor, der den Blutdruckt ansteigen lässt. Regelmäßige Bewegung ist auch hier eine tolle Möglichkeit, den Stress abzubauen. Schon ein paar Minuten Schwingen oder Springen auf dem bellicon® helfen, der täglichen Anspannung entgegenzuwirken. Während des Trainings wird zudem die Ausschüttung von Endorphinen angeregt, die positiv auf die Stimmung wirken und den Stress lindern.

Eine gesunde Lebensweise kann in vielen Fällen, den Bluthochdruck deutlich senken. Was zunächst einfach klingt, bedeutet für viele Betroffene eine große Umstellung ihres Alltags. Grundsätzlich sollte bei einer Erkrankung jede Maßnahme vorher mit dem Hausarzt abgestimmt werden.

Mehr Informationen

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Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL hat den Welt Hypertonie Tag ins Leben gerufen, der jedes Jahr am 17. Mai stattfindet. Der Verein mit mehr als 6.000 Mitgliedern hat es sich zum Ziel gemacht, die Forschung an Bluthochdruck voranzutreiben sowie die Öffentlichkeit aufzuklären. Auf der Website gibt es neben Tipps und Antworten auch Rezepte sowie Informations-Material für Ärzte und Patienten.

Seit 1979 ist es Aufgabe der Deutschen Herzstiftung über Herz- und Kreislaufkrankheiten aufzuklären und über Prävention und Behandlung zu informieren. Die Organisation führt auf ihrer Website ein umfassendes Lexikon zu medizinischen Inhalten und  ermöglicht Mitgliedern eine Online Sprechstunde. Derzeit gehören 87.000 Mitglieder (Stand: 05/15) der Stiftung an.

Auf dem Online-Gesundheitsportal NetDoktor gibt es einen umfassenden Beitrag zum Thema Hypertonie. Neben Tricks zur Senkung des Bluthochdrucks wird auch über Ernährung und alternative Methoden informiert. Zudem kann das eigene Wissen, über das Thema, in einem kleinen Quiz getestet werden. 

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