Studie zeigt: Trampolinspringen hilft bei Rückenschmerzen

Universität Gent, Rehabilitationswissenschaften und Physiotherapie 01.02.2018

In einer Studie der Universität Gent wurde die Rumpfmuskelaktivität beim Trampolinspringen untersucht.
Dabei stützt sie sich auf frühere Studien, die bereits erfolgreich gezeigt haben, dass die Verwendung einer instabilen Oberfläche die Aktivierung der Wirbelsäulenmuskulatur erhöht, was auch für weitere stabilisierenden (autochthone) Muskelgruppen von Vorteil ist. Die aktuelle Studie will somit aufzeigen, dass Trampolintraining eine gute Stabilisierungsübung für Menschen mit Rückenproblemen ist.

Studieninhalt

Ziel der Untersuchung war es, diie Muskelaktivität während des Trampolinspringens zu analysieren. Die Forscher wollten hierbei herausfinden, ob bei unterschiedlichen Sprüngen unterschiedliche Resultate messbar sind.

Für die Untersuchung wurden 15 (gesunde) Testpersonen eingeladen. Diese mussten sich auf einem medizinischen Minitrampolin mit elastischer Aufhängung mit unterschiedlicher Sprungintensität bewegen.

Es wird dabei zwischen vier verschiedenen Phasen des Sprungs unterschieden:

  1. Abstoß- bzw. Absprungphase
  2. Anstiegsphase
  3. Absteigende Phase
  4. Landephase

Ergebnisse

Laut den Wissenschaftlern sind die Auswirkungen der ersten und zweiten Phase auf die Muskelaktivität nahezu gleich. Während der Abstoß- und Anstiegsphase des Sprungs kommt es bei den Probanden zur größten Muskelaktivität. Diese tritt vor allem dadurch auf, da sich der Körper gegen die Schwerkraft bewegt. Je intensiver die Sprungintensität und -höhe, desto größer ist die Muskelaktivität der Sportler und Sportlerinnen. Dies bedeutet folglich: Je intensiver der Sprung, desto größer die Wirkung auf den Körper.

Wichtige Erkenntnisse bei Rückenschmerzen aus der Studie

Weitere Forschungsergebnisse zeigen, dass ein leichtes Hüpfen im Vergleich zum Hochspringen am besten für Menschen mit Rückenproblemen geeignet ist, da dieses den Rumpf am besten stabilisiert. Dies bedeutet folglich, dass Trampolinspringen sehr gut in das Behandlungsprogramm zur Stabilisierung der (unteren) Rückenmuskulatur aufgenommen und eingesetzt werden kann.  Dies lässt sich laut Studie darauf zurückführen, dass das Hüpfen auf einem Trampolin einen geringen Einfluss auf die Wirbelsäule hat, diese entlastet und gleichzeitig die Rückenmuskulatur sowie die Tiefenmuskulatur stärkt. Darüber hinaus ist das Minitrampolin leicht in der Anwendung und dem Aufbau und ist für Patienten mit Rückenbeschwerden weniger gefährlich in der Anwendung als andere Bewegungs- und Trainingsformen.

Es ist daher sehr wichtig, was für eine Qualität dein Trampolin hat. Eine schonende Seilringfederung sorgt für eine gute Schwingung. Eine harmonische Schwingung bringt einen ganzheitlichen Effekt für deine Muskulatur und schont die Gelenke.

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Die ganze Studie findest du hier:

https://libstore.ugent.be/fulltxt/RUG01/001/459/169/RUG01-001459169_2011_0001_AC.pdf

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